14. März - Ausführen
Gestern habe ich Julia fein ausgeführt. Sie war natürlich sehr überrascht, als ich ihr sagte, dass ich sie heute zum Essen ins Resteraunt einlade. Ich bemerkte ihr Zögern sofort – sie dachte wohl, ich würde sie ein bisschen verarschen. Doch bevor es wieder zu einer kleinen Auseinandersetzung kommen konnte, brachte ich ihr auch schon ihren Mantel.
Ich wusste schon im Vorhinein, dass es wohl sehr schwer werden würde, mit ihr ein Gespräch aufzubauen. Doch dass es so schwer sein würde, hätte ich mir nie gedacht. Nach einer ziemlich wortkargen Fahrt zum Restaurant und am Tisch Platz genommen, versuchte ich nun endlich mit ihr wieder richtig zu plaudern:
„Den Fisch, den du dir da bestellt hast, scheint ziemlich exotisch zu sein…“
„Ich weiß nicht, kenn diesen nicht. Wollte halt mal was Neues ausprobieren.“
„Achso…………“ ^Mein Blick schweifte ab^ „Aber hier ist es eh sehr schön, finde ich.“
„Ja, stimmt…“ Julia las die Speisekarte, als wäre es der spannendste Roman der Welt.
„Und… warst du schon öfter da?“
„Ja, sehr oft sogar, aber ist trotzdem nett, dass du mich hier einlädst.“ Ich wollte gar nicht erst wissen, mit wem sie denn so oft schon da war – Ich fragte nicht nach.
„ Und… was tut sich so in der Arbeit“ Sie arbeitet übrigens in einem Blumenladen.
„Nicht viel, stressig halt.“
„ Ja so geht’s mir auch.“
Nun fing auch ich an, die Speisekarte zu studieren. Es entstand eine beklemmende Sprechpause. Es war schlimmer als bei einem ersten Date.
Doch dann wurde es mir zuviel, mit lauter Stimme sagte ich:
„Hey, Julia, Wie geht’s dir eigentlich?“
Etwas verwundert „Ähm, ja gut“
„Nein, ich meine, wie geht’s dir? Was tut sich bei dir? Was fühlst du?“
Julia starrte mich an, worauf ich fortfuhr:
„Ich weiß viel zu wenig von dir, obwohl wir verheiratet sind. Ich möchte einfach mehr von dir wissen. Ich lieb dich doch, Julia und weiß, dass ich ohne dich nicht kann, was ich dir leider viel zu selten sage und zeige.“
Und zum ersten Mal sah ich sie wieder lächeln. Sie sah mich lange an und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.
Ab da an, verlief der Abend einfach herrlich, Tagebuch. Wir gingen danach noch gemütlich an der Donaulende spazieren. Daheim angekommen, zog ich sie langsam aus und wir hatten Sex.
Ja, es war ein sehr schöner Abend. Ich freu mich schon, wenn sie heute nach Hause kommt, meine liebe Julia.
Gute Nacht.
