25. März – Konversation 3

April 8, 2008 at 5:32 (Mein Leben) (, , )

„Ich bin jetzt seit etwa einem Monat wieder im Lande, Kellerthor. Und was hab ich gemacht? Nur gefeiert, gesoffen, herumgehangen und Muschis geleckt! Lustige Sachen eben. Aber ich weiß nicht, irgendwas stimmt gerade nicht.“

„Ja, aktiv bist du wirklich sehr. Aber, Joe, ich glaub, ich weiß was dir fehlt. Du führst das Leben eines jungen Menschens, dem noch alles egal ist – Hauptsache Spaß. Du bist nun schon 25 Jahre alt. Da verlangt der Mensch einfach mal nach etwas, um was man sich kümmern kann – ein Job, eine Frau, ein zu Hause.“

„Oh Gott, Kellerthor! Wer hat dich nur so gemacht, Alter ^^. Komm schon, das sind doch alles nur Sachen, die dir die Gesellschaft vorschreibt, um ein glücklicher Mensch zu sein. Sind Verantwortung, Verpflichtungen wirklich gleich Glück! Und wer sagt mir bitte, wie alt ich sein muss, um mich noch richtig amüsieren zu dürfen. Das ist mir doch scheißegal. Und so gut kenn ich mich, dass mir nicht die Verantwortung fehlt. Also hör auf mit dem Mist.“

„Nun, du hast mich ja gefragt, ich meine aber trotzdem, dass du …“

„… Es ist etwas anderes, Georg. Ich weiß es nur noch nicht so genau. Aber ich glaube, ich muss euch demnächst wieder verlassen.“

„Na, wenigstens kündigst du es heute an. Nein, red doch nicht so einen Mist, Joe. Vielleicht hast du dich doch noch nicht wieder ganz an uns gewohnt. Aber das kommt schon noch. Österreich ist doch eh so schön und deine Freunde sind auch nicht zuwider. „

„Ja… vermutlich hast ja eh Recht.“

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22. März – Arschloch

April 5, 2008 at 10:47 (Mein Leben) ()

Ich hasse dieses Arschloch, das mir ständig einen Patschen sticht. Was soll der Mist!

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20. März – Gut

März 21, 2008 at 5:37 (Mein Leben)

Hi Tagebuch,

Derzeit läuft es wieder ganz gut in meinem Leben, jedenfalls besser als vor 2 Monaten! Ich hab wieder regelmäßigen Kontakt zu meinen alten Freunden, besonders zu Joe, und mit meiner Ehe geht es auch wieder bergauf. Julia verbringt schon seit Wochen wieder jede Nacht zu Hause.

Wir verstehen uns auch viel besser. Natürlich gibt es hier und da wieder so einige kleine Zankereien, aber das ist doch ganz normal, oder? Aber so richtig bin ich trotzdem noch nicht zu ihre durchgedrungen – doch das verlangt halt einfach nach Geduld. Auch ficken wir wieder öfters – ja sogar regelmäßig. Jeder zweiter Tag darf es schon sein. Ich liebe einfach ihren schönen Körper. Ich kann’s noch immer nicht verstehen, weshalb ich so eine hübsche Frau abbekommen habe.

Doch irgendein Gefühl werde ich nicht los: Es ist ein Gefühl, das ich nicht zu verstehen vermag. Es ist ein mulmiges Gefühl, ein Gefühl, das immer etwas Trauer in mir aufkeimen lässt.

Aber drauf geschießen, mir geht’s doch eigentlich gut, oder?

Gute Nacht.

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14. März - Ausführen

März 16, 2008 at 2:14 (Mein Leben) (, , )

Gestern habe ich Julia fein ausgeführt. Sie war natürlich sehr überrascht, als ich ihr sagte, dass ich sie heute zum Essen ins Resteraunt einlade. Ich bemerkte ihr Zögern sofort – sie dachte wohl, ich würde sie ein bisschen verarschen. Doch bevor es wieder zu einer kleinen Auseinandersetzung kommen konnte, brachte ich ihr auch schon ihren Mantel.

Ich wusste schon im Vorhinein, dass es wohl sehr schwer werden würde, mit ihr ein Gespräch aufzubauen. Doch dass es so schwer sein würde, hätte ich mir nie gedacht. Nach einer ziemlich wortkargen Fahrt zum Restaurant und am Tisch Platz genommen, versuchte ich nun endlich mit ihr wieder richtig zu plaudern:

„Den Fisch, den du dir da bestellt hast, scheint ziemlich exotisch zu sein…“

„Ich weiß nicht, kenn diesen nicht. Wollte halt mal was Neues ausprobieren.“

„Achso…………“ ^Mein Blick schweifte ab^ „Aber hier ist es eh sehr schön, finde ich.“

„Ja, stimmt…“ Julia las die Speisekarte, als wäre es der spannendste Roman der Welt.

„Und… warst du schon öfter da?“

„Ja, sehr oft sogar, aber ist trotzdem nett, dass du mich hier einlädst.“ Ich wollte gar nicht erst wissen, mit wem sie denn so oft schon da war – Ich fragte nicht nach.

„ Und… was tut sich so in der Arbeit“ Sie arbeitet übrigens in einem Blumenladen.

„Nicht viel, stressig halt.“

„ Ja so geht’s mir auch.“

Nun fing auch ich an, die Speisekarte zu studieren. Es entstand eine beklemmende Sprechpause. Es war schlimmer als bei einem ersten Date.

Doch dann wurde es mir zuviel, mit lauter Stimme sagte ich:

„Hey, Julia, Wie geht’s dir eigentlich?“

Etwas verwundert „Ähm, ja gut“

„Nein, ich meine, wie geht’s dir? Was tut sich bei dir? Was fühlst du?“

Julia starrte mich an, worauf ich fortfuhr:

„Ich weiß viel zu wenig von dir, obwohl wir verheiratet sind. Ich möchte einfach mehr von dir wissen. Ich lieb dich doch, Julia und weiß, dass ich ohne dich nicht kann, was ich dir leider viel zu selten sage und zeige.“

Und zum ersten Mal sah ich sie wieder lächeln. Sie sah mich lange an und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.

Ab da an, verlief der Abend einfach herrlich, Tagebuch. Wir gingen danach noch gemütlich an der Donaulende spazieren. Daheim angekommen, zog ich sie langsam aus und wir hatten Sex.

Ja, es war ein sehr schöner Abend. Ich freu mich schon, wenn sie heute nach Hause kommt, meine liebe Julia.

Gute Nacht.

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13. März – Konversation 2

März 6, 2008 at 6:27 (Mein Leben)

„Vielleicht mit Blumen?“

„Mit Blumen? Neeiin, abgedrochen! Lass dir etwas Innovatives einfallen! Schick ihr Blumen, die von einem Gigolo in SM-Kluft gebracht werden!“


„Fuck! Und dieser wärst am liebsten du!“


„Aber nein, ich nehme für meine Dienste kein Geld an…“


„Ernsthaft, Joe. Unsere Ehe ist derzeit ziemlich am Boden. Was soll ich…“


„Die Frage ist doch erstmal, warum ist sie am Boden?“


„Ich weiß nicht…“ Mein Blick schweifte ab – Joe hat es immer schon an meinem Gesicht bemerkt, wenn ich lüge.


„Naja egal… Ich rate dir: Mach das, was du am Anfang auch mit ihr gemacht hast. Geh mit ihr ins Kino oder Essen, denn so hast du sie vor 4 Jahren auch schon gewonnen.“


„Ja, wir sind sehr oft Essen gegangen mit anschließendem romantischem Spaziergang an der Donau.“


„Na dann mach das!“


Ja, und das werde ich auch, liebes Tagebuch. Ich werde Julia morgen mal wieder zum Essen ausführen.

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12. März – Blumen

März 3, 2008 at 7:39 (Mein Leben) (, )

Ja, Tagebuch. Ich glaube mit mir geht es wieder bergauf. Es tut gut, sich wieder öfters mit Freunden zu treffen – einfach irgendeinen Scheiß zu machen.

Julia, sie verbringt nun schon seit Wochen jede Nacht zu Hause. - doch die Stimmung zwischen uns ist noch immer sehr kalt. Ich denke, ich sollte mich wieder mehr bemühen, unsere Ehe ins Lot zu bringen.

Vielleicht mit Blumen?

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01. März – Konversation

Februar 29, 2008 at 2:37 (Mein Leben)

„Mir ist aufgefallen… du hast dich verändert, Kellerthor.“

„Was? Was meinst du?“

Ich wusste genau, was Joe meinte…

„Du bist langsamer geworden und wirkst etwas betrübt!“

„Langsamer?“

„Ja, du bist nicht mehr so spontan und es fehlt dir irgendwie die Power!“

„Oh mein Gott – ja, gut zu wissen“

„Naja, egal.“

„Tja, es hat sich viel getan bei mir – ich bin erwachsen geworden. Das Leben ist nicht mehr so leicht und unbeschwerlich wie vor 3 – 4 Jahren.“

„Oh ja, eine geile Zeit!“

„Weißt was, Joe. Ich beneide dich irgendwie…“

Er wollte mich nicht aussprechen lassen

„Oh nein, mich beneiden? Du bist ja wahnsinnig! Aber drauf geschießen – gehen wir einen trinken!“

„Schon wieder?“

„Ja verdammt, es ist Wochenende! HAHA! Wo wir schon dabei sind, wie geht’s den anderen Pennern eigentlich so?“

„Hab sie schon lange nicht mehr gesehen.“

„Na, dann wissen wir auch schon, was wir heute tun! Glauben wir wieder mal alle zusammen und machen einen drauf.“

„Wie der Herr wünscht!“

So begann also der Freitag Abend. Es fand sich fast wieder die ganze Clique ein, um dem Alkohol zu huldigen. Es war beinahe wie in den guten, alten Zeiten. Aber ich konnte mich dennoch nicht besonders amüsieren, da mir einfach wieder zu viele Gedanken durch den Kopf rasten. Ich verschwand um 2:00 Uhr nach Hause, denn ich wollte irgendwie unbedingt zu Julia. Ich brauchte einfach die Gewissheit, dass sie daheim ist.

Ganz anders als ich, ist Joe womöglich noch immer nicht daheim, denn der ist mit einer Gruppe schwedischer Studenten und Studentinnen nach München gefahren.

Ja, ich beneide ihn: Er erlebt. Nimmt Teil an seinem Leben .

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24. Februar – Freund

Februar 27, 2008 at 8:02 (Mein Leben) (, , )

Hi, Tagebuch.

Gestern ist mein sehr guter Freund Joe – ein Freund aus den guten, alten Zeiten - wieder heimgekehrt. Er war jetzt zirka drei Jahre im Ausland um dort … ähm, das weiß ich bis heute noch nicht so genau, was er getan hatte.

Jedenfalls bekam ich vor zwei Tagen den Anruf, dass er wieder im Lande sei. Sofort mussten wir einen trinken gehen.

Nach einer herzigen Begrüßung, begann ich ihn zu fragen, was er die drei Jahre so gemacht hatte.

„Was ich getan habe? Mann, ich habe wahrlich alles gesehen und gemacht. Ich verbrachte Nächte unter belgischen Brücken mit Obdachlosen, residierte in 5-Sterne-Hotels mit den edelsten Nutten Londons, hab mich fast ins Koma gesoffen, sah mir die schönsten Städte Europas an und hab die wohl beschießensten Aushilfejobs der Welt gehabt.“

„Hört sich gut an. Warum bist du wieder zurück?“

„Hab kein Geld mehr – hab alles verpulverisiert. Hab mir nämlich bei weitem mehr gegönnt, als ich mir eigentlich leisten hätte können.“

„Nunja, ein guter Wirtschafter warst du ja noch nie…„

„Tja, die kleinen Nebenjobs waren auch nicht gerade das Gelbe vom Ei…“

Eine kurze Sprechpause entstand.

„Joe, warum bist du damals abgehauen, ohne irgendjemanden etwas zu sagen?“

„Tja – was soll ich sagen… es gibt keinen Grund. Noch zwei Kurze, Kellner!“

Joe schweifte ab. Er war nämlich von einem Tag auf den anderen abgehauen, ohne irgendetwas seiner Familie – geschweige denn seinen Freunden zu sagen. Er war einfach weg – und keiner wusste wo. Seit diesem Tag war unser Freundeskreis nicht mehr derselbe, denn er hielt uns irgendwie alle zusammen. Wir verloren uns alle aus den Augen.

Aber jetzt drauf geschießen. Ich war froh, dass er wieder da war. Wir sprachen über alte Zeiten und tranken die ganze Nacht durch, bis ich an der Bar einschlief, vom Barhocker fiel und mir eine kolossale Beule am Kopf einfing.

Nacht,

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20. Februar – Blicke

Februar 21, 2008 at 6:47 (Mein Leben)

Hallo

Ich fühl mich derzeit total unwohl in der Arbeit.

Mir geht’s seit einigen Tagen nicht besonders gut und lasse daher auch etwas in der Arbeit nach. Mein Chef hat mich letztens angesprochen, was denn mit mir los sei “SIE KOMMEN ZU SPÄT IN DIE ARBEIT; ARBEITEN NICHT SEHR GENAU; blablabla, HERR KELLERHTOR!”. Ich sagte, ich wäre erkältet. HAHA, weil er mir das glaubt.

Jedenfalls haben das meine Kollegen – wenn ich sie so schimpfen darf – auf „unergründliche“ Weise mitbekommen. Ich merke, wie die Blicke und das Geflüster wieder mehr und mehr werden. Ich hasse das! Oder werde ich nur paranoid?

Kannst du es mir sagen?

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15. Februar – Altem

Februar 21, 2008 at 6:44 (Mein Leben)

Hallo, Tagebuch.

Bei mir tut sich wieder mal nicht sehr viel. Arbeiten – Essen - Stress mit der Frau – Schlafen – Kacken – Arbeiten - ….

Gestern habe ich es wieder mal voll verbockt: Als ich von der Arbeit heimkam, hatte ich mal wieder eine Saulaune, die ich ungewollt an meiner Frau ausließ, weil sie unser Haushaltsgeld wieder für irgendeinen Schwachsinn ausgegeben hatte (es waren aber eh bloß 20 €), wo wir doch eh so knapp bei Kasse sind. Nunja, es endete in einem heftigen Streit.

Julia verschwand und kam die ganze Nacht nicht nach Hause (kann mir schon denken, wo sie wieder war). Ich, jedenfalls, verbrachte die Nacht wieder alleine und machte mir wieder selbst Vorwürfe, die in engem Maße bestimmt gerechtfertigt sind.

Weißt du was, Tagebuch? – Alles ist Scheiße!

Gute Nacht.

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